Blüten im Mai

Blüten im Mai

Geum rivale
Familie:
Rosengewächse
Merkmale:
Blüten: rotbraune bis violette Kelchblätter und gelbe, außen rötliche Kronblätter; einzelstehend und nickend; 20 - 60 cm; locker verzweigter, mehrblütiger Stängel; Grundblätter lang gestielt, mit 3 - 6 Paar Seitenblättchen und einem großen, runden, gezähnten Endabschnitt; federschweifartig behaarte Klettfrüchte
Blütezeit:
April bis Juli
Vorkommen:
an Bachufern, auf Feuchtwiesen, in Hochstaudenfluren und Auwäldern; nirgends häufig und vielerorts im Rückgang, in Sachsen gehört das Ost-Erzgebirge zu den Hauptverbreitungsgebieten
Bemerkungen:
"Blume des Jahres 2007"
Ähnliche Arten:

Dactylorhiza majalis
Familie:
Orchideen
Merkmale:
Blüten: purpurn, Unterlippe mit dunklerer variabler Fleckung; 20 - 45 cm, Blätter meist braun gefleckt, Stängel mit drei bis sechs Blättern bis zum Blütenstand, auch innerhalb des Blütenstandes Laubblätter ("Tragblätter"), Tragblätter die Blüten teilweise überragend
Blütezeit:
Mai bis Juni
Vorkommen:
Nasswiesen, Flachmoore, verbreitet vor allem im oberen Bergland
Bemerkungen:
häufigste heimische Orchidee, die örtlich noch zu Hunderten oder gar Tausenden vorkommt, dennoch gingen die Bestände stark zurück, vor allem durch Nutzungsaufgabe kleiner Nasswiesen. Geschützt!
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Foto: Henriette Schmidt

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Rubus fruticosus agg.
Familie:
Rosengewächse
Merkmale:
Sehr komplexe Gruppe von allein in Sachsen mehreren Dutzend (oft schwer zu unterscheidenden) Kleinarten. Niedrige Sträucher mit meist kriechenden oder gebogenen, bei manchen Arten aber auch bis zu 2 m hohen, aufrechten Stängeln; auch Form der Stacheln an den Stängeln sowie Blätter und Früchte je nach Kleinart sehr unterschiedlich; Blätter drei- bis fünfzählig gefiedert, oft wintergrün; Einzelblättchen eiförmig zugespitzt, gesägt, sitzend oder gestielt, Blattstiele meist stachlig; Blüten in lockeren Rispen, weiß oder rosa und 20 - 30 mm im Durchmesser; Früchte (Sammelfrucht aus 20 bis 50 Einzelfrüchten) erst rot, dann glänzend schwarz werdend
Blütezeit:
Mai bis September
Vorkommen:
je nach Art sehr unterschiedlich, überwiegend aber lichte Wälder und Waldrandbereiche mit nährstoffreichen Böden; einige Arten bis ins obere Bergland häufig, viele weitere aber nur in wärmebegünstigten Lagen des Hügellandes.
Bemerkungen:
in mehreren Hundert Kleinarten fast auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde verbreitet; davon mehrere Arten auch im Ost-Erzgebirge häufig (z. B. die liegende Art Rubus pedemontanus und die sich durch große, sehr gut schmeckende Früchte auszeichnende Art Rubus plicatus), andere nur örtlich auftretend. Die Beeren sind vielseitig in der Küche verwendbar. Aus den Blättern kann ein Tee zubereitet werden, der blutreinigend und als Mittel gegen Durchfall wirkt.
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Foto: Christian Zänker

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Meum athamanticum
Familie:
Doldengewächse
Merkmale:
Blüten: weiß (manchmal hellgelb oder rosa), sehr klein, in 5- bis 15-strahligen, doppelt verzweigten Dolden; 6 feine Hüllblätter unter der Gesamtdolde; 10 – 45 cm hoch, meist unverzweigter, gefurchter Stängel; Blätter 2- bis 4-fach gefiedert mit haarfeinen, 2- 6 mm langen, fein zugespitzten Zipfeln; Früchte 6 – 8 mm lang und 3 – 4 mm breit, mit stark hervor tretenden Rippen; markanter "Köppernickelduft" der Erzgebirgsluft
Blütezeit:
Mai bis Juni
Vorkommen:
typische und häufige Art der Bergwiesen im Ost-Erzgebirge; ansonsten nur in wenigen deutschen Mittelgebirgen
Bemerkungen:
wegen des kräftig würzigen Geschmacks, zur Herstellung von Salaten, Suppen, Fleischgerichten und Soßen geeignet; jedoch nicht für Schwangere geeignet ("Bärwurz" kommt von "gebären"); in Bayern wird aus Bärwurz Likör hergestellt
Ähnliche Arten:

Sorbus aucuparia
Familie:
Rosengewächse
Merkmale:
bis etwa 15 m hoher Laubbaum oder wenig verzweigter Strauch mit glatter Borke; junge Äste rötlichgrau und anfangs filzig behaart; Blätter unpaarig gefiedert; Fiederblättchen eiförmig, 4 - 6 cm lang und scharf gezähnt; Blüten gelblichweiß und zahlreich in großen doldenähnlichen Blütenständen; Früchte ("Vogelbeeren") rot, fast kugelförmig und etwa erbsengroß
Blütezeit:
Mai bis Juni
Vorkommen:
eine der anspruchslosesten einheimischen Baumarten, auf sauren Böden sowohl im schattigen Unterstand von Laub- und Nadelwäldern als auch als Erstbesiedler auf besonnten Kahlschlägen; im Ost-Erzgebirge bis in die Kammlagen fast überall häufig, unter andere
Bemerkungen:
Die Beeren können (möglichst nach den ersten Frösten geerntet) zur Marmeladen- und Likörherstellung verwendet werden. Eine besondere Zuchtform mit essbaren Früchten ist die Edel-Eberesche
Ähnliche Arten:
weitere Arten: Als verwandte Art tritt im sächsischen Elbtal die seltene, hier stark gefährdete Elsbeere (Sorbus torminalis) auf, die wesentlich wärmere Standorte bevorzugt. Gelegentlich als Alleebaum gepflanzt wird auch die Schwedische Mehlbeere (Sorbus
Foto: Sina Klingner

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Alchemilla vulgaris agg.
Familie:
Rosengewächse
Merkmale:
Blüten: hellgrün bis gelb, sehr klein; 5 bis 40 cm, Blätter rundlich ("mantelartig"), in 7 bis 11 einzelne Abschnitte ("Lappen") geteilt, welche am Blattstiel fast dreieckförmig, am Blattrand halbkreisförmig sind, Ränder gezähnt
Blütezeit:
Mai bis September
Vorkommen:
Wiesen, Weiden, Ruderalstellen und Staudenfluren; Verbreitung der einzelnen Unterarten verschieden, aber alle im Berg- und Hügelland häufiger als im Tiefland
Bemerkungen:
Die Artengruppe Alchemilla vulgaris agg. besteht aus einzelnen, sehr ähnlichen, sich durch Apomixis (Samenbildung ohne Befruchtung) fortpflanzenden Unterarten, die nur mit Hilfe weiter führender Literatur genau bestimmt werden können; Frauenmantel gilt seit altersher als Heilpflanze gegen Frauenkrankheiten; Alchemisten (lateinischer Name!) hingegen sollen sich von den glitzernden Tautropfen, die sich an kühlfeuchten Morgen auf den Blättern finden, anregen lassen haben, mit der Pflanze zu experimentieren
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Foto: Sina Klingner

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Euphrasia officinalis agg.
Familie:
Braunwurzgewächse
Merkmale:
Blüten: weiß, mitunter leicht violett, mit gelbem Schlundfleck; einjährig, bis 45 cm hoch, Blätter eiförmig, gezähnt, obere Blätter mit langer Spitze
Blütezeit:
Mai bis Oktober
Vorkommen:
nicht zu trockene, kurzrasige Wiesen und Weiden, stark gefährdete Art
Bemerkungen:
vielgestaltige Art mit mehreren schwer unterscheidbaren Unterarten. Wurzel-Halbschmarotzer.
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Foto: Simone Heinz

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Lotus corniculatus
Familie:
Schmetterlingsblütengewächse
Merkmale:
Blüten: gelb (außen manchmal rötlich), in doldenähnlichen, gestielten Köpfen mit 3 bis 8 ca. 15 mm langen Einzelblüten und drei kleinen Hochblättern; 5 - 40 cm hoch, mit aufsteigendem oder niederliegendem, kantigem Stängel (innen nicht hohl - Unterschied zum Sumpf-Hornklee); Blätter aus fünf Blättchen zusammengesetzt, davon obere drei Blättchen kurz gestielt, unteres Paar direkt am Stängel
Blütezeit:
Mai bis September
Vorkommen:
auf mäßig trockenen Wiesen und Weiden, trockenen Ruderalfluren und an Wegrändern; vom sächsischen Tiefland bis in die oberen Lagen des Erzgebirges
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:
Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus, Lotus uliginosus): dem Gemeinen Hornklee sehr ähnlich, aber meist aufrecht wachsend, mehr oder weniger stark behaart, hohler Stängel und breitere, oft bläulichgrüne Blätter; häufig in Nasswiesen, Quellsümpfen und an Tei
Foto: Sina Klingner

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Polygala vulgaris
Familie:
Kreuzblümchengewächse
Merkmale:
Blüten: meist blau, mitunter auch weiß oder rosa, 6 - 8 mm lang; Blütenstand mit 10 bis 30 Blüten; niedrigwüchsig (max 25 cm), oft grün überwinternd; Blätter bis 1 cm lang, lanzettlich, vorn zugespitzt
Blütezeit:
Mai bis August
Vorkommen:
Magerrasen, Flachmoore, Borstgrasrasen; im mittleren und oberen Bergland auf mageren Bergwiesen noch gelegentlich anzutreffen, ansonsten inzwischen ziemlich selten und weiter im Rückgang
Bemerkungen:
in der Roten Liste Sachsens als gefährdet aufgeführt; früher angeblich gesammelt und an Kühe verfüttert in dem Glauben, dies erhöhe die Milchleistung
Ähnliche Arten:
Foto: Henriette Schmidt

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Viola riviniana
Familie:
Veilchengewächse
Merkmale:
Blüten: blassblau mit weißem dicken Sporn, 10 bis 30 cm; Stängel und Blätter kahl; Blätter lang gestielt, herzförmig bis fast nierenförmig und am Rand gekerbt
Blütezeit:
April bis Juni
Vorkommen:
weit verbreitet und häufig in Laubmischwäldern, Gebüschen und Hecken; von den unteren bis in die obersten Berglagen
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:
Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana): Blüte mit dunklem Sporn, im nicht blühenden Zustand nur schwer vom Hain-Veilchen zu unterscheiden; Laubwälder, etwas weniger häufig als das Hain-Veilchen Hunds-Veilchen (Viola canina): dunklere Blüten, schmalere Blät
Foto: Sina Klingner

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Rubus idaeus
Familie:
Rosengewächse
Merkmale:
niedriger Strauch (50 bis 150 cm), Stängel mit feinen Stacheln, Blätter gefiedert mit 5 - 7 eiförmigen, zugespitzten, grob gesägten Fiederblättchen, unterseits weiß-flaumig; Blüten weiß, in lockeren Büscheln von bis zu zehn Einzelblüten; reife Himbeeren sind rot und bestehen aus vielen kleinen einzelnen Früchten mit jeweils einem Samenkorn
Blütezeit:
Mai bis Juni
Vorkommen:
auf Waldlichtungen, Kahlschlägen, Straßen- und Bahnböschungen sowie in Gebüschen, Hecken und lichten Wäldern; im Erzgebirge sehr häufig (deutlich häufiger als im sächsischen Tiefland)
Bemerkungen:
Die Früchte sind sehr schmackhaft, vitaminreich und vielseitig in der Küche verwendbar. Die (vorzugsweise in der Blütezeit gesammelten) Blätter können zu Tee verarbeitet werden, der blutreinigend, fiebersenkend und entzündungshemmend wirkt.
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Foto: Simone Heinz

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Primula elatior
Familie:
Primelgewächse
Merkmale:
Blüten: blaßgelb, je 3 bis 10 nickende Blüten in einer Dolde; 10 - 30 cm, aufrechter, kurz behaarter, blattloser Stengel; Rosette mit gewellten, unten behaarten Blättern
Blütezeit:
März bis Mai
Vorkommen:
krautreiche Laubwälder und Wiesen, meist ziemlich feuchte, nährstoffreiche, nicht zu saure Böden; in Sachsen vorrangig im Berg- und Hügelland, bis in die Kammlagen des Ost-Erzgebirges
Bemerkungen:
in den letzten Jahrzehnten recht drastischer Bestandsrückgang (nicht nur) im Ost-Erzgebirge, als die meisten einstigen Bergwiesen in Intensivweiden umgewandelt wurden - Himmelschlüssel sind offenbar ziemlich empfindlich gegenüber dem Tritt von schweren Rindern
Ähnliche Arten:
weitere Art: Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris): dottergelbe Blüten mit kleinen orangenen Flecken; blüht zwei bis drei Wochen nach der Hohen Schlüsselblume; basenliebende Art, in Sachsen stark gefährdet und selten, mit Verbreitungsschwerpunkt zwischen
Foto: Nils Kochan

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Ajuga reptans
Familie:
Lippenblütengewächse
Merkmale:
Blüten: kräftig blau, besonders im Frühling sehr auffällig; bis 30 cm hoch, mit kreuzgegenständigen Blättern (von unten nach oben kleiner werdend); oberirdische Ausläufer
Blütezeit:
April bis August
Vorkommen:
feuchte Wiesen, Gebüsche, Wegränder, Grabenränder, fast überall häufig
Bemerkungen:
Eine Form mit roten Blättern wird als Zierpflanze gezogen
Ähnliche Arten:
weitere Art: Heide-Günsel (Ajuga genevensis): stark behaart, keine oberirdischen Ausläufer, wärmeliebend, nur in den unteren Berglagen und auch dort nicht häufig
Foto: Nils Kochan

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Silene flos-cuculi, Lychnis flos-cuculi
Familie:
Nelkengewächse
Merkmale:
Blüten: rosarot, 3 - 4 cm, mit fünf tief in vier Zipfeln geteilten Kronblättern; 30 bis 80 cm, mit rau behaartem Stängel; Blätter 2 - 3 cm lang
Blütezeit:
Mai bis Juli
Vorkommen:
auf Feuchtwiesen und Flachmooren, im Ost-Erzgebirge häufig vor allem in Gebieten, die noch reich an extensiv genutztem Feuchtgrünland sind
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:
Foto: Konrad Knauthe

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Convallaria majalis
Familie:
Liliengewächse
Merkmale:
Blüten: weiß, kleine Glöckchen in lockerer, nach einer Seite überhängender Traube, stark duftend; bis 20 cm; meist zwei lanzettliche Blätter, die direkt aus dem Wurzelstock hervorkommen; scharlachrote Beeren
Blütezeit:
Mai bis Juni
Vorkommen:
lichte, bodensaure (Eichen-)Wälder, allgemein häufig, in den oberen Berglagen seltener
Bemerkungen:
stark giftig (Verwechslungsgefahr mit Bärlauch!)
Ähnliche Arten:
Foto: Sina Klingner

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Echium vulgare
Familie:
Boretschgewächse
Merkmale:
Blüten: blau (anfangs rosarot); bis ein Meter hoch; Blätter lanzettlich, ungeteilt, wie auch der Stängel mit vielen Borsten; sehr lange ungeteilte Pfahlwurzel; Pflanze bildet im ersten Jahr eine Rosette
Blütezeit:
Mai bis Oktober
Vorkommen:
an Wegrändern und anderen Ruderalstellen, häufig, im oberen Bergland seltener
Bemerkungen:
giftig für Tiere (wird vom Weidevieh verschmäht); der langen Blütezeit wegen als Bienenweide geschätzt.
Ähnliche Arten:
Foto: Sina Klingner

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Scorzonera humilis
Familie:
Korbblütengewächse
Merkmale:
Blüten: (hell)gelb, einzeln, endständig, bis 4 cm Durchmesser; 10 – 40 cm, Stängel und Hüllkelch spinnwebig behaart; Blätter linealisch bis länglich-elliptisch (bis 5 cm breit)
Blütezeit:
Mai bis Juni
Vorkommen:
wechselfeuchte, gemähte Moorwiesen und Borstgrasrasen; fast nur noch im oberen Bergland des Ost-Erzgebirges, heute selten und weiter stark im Rückgang
Bemerkungen:
Wurzeln wurden früher als wohlschmeckendes Gemüse genutzt; jedoch ist die Schwarzwurzel heute stark gefährdet und steht unter Naturschutz
Ähnliche Arten:
Foto: Simone Heinz

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Polygonatum verticillatum
Familie:
Liliengewächse
Merkmale:
Blüten: weiße „Glöckchen" (zu einer Röhre verwachsene Kronblätter) mit grünen Spitzen, jeweils zwei bis fünf in einer Traube unter den Blattquirlen; 30 - 70 cm; Blätter linealisch bis lanzettlich, jeweils drei bis sechs Blätter in einem Quirl; Früchte: rote, später schwarze Beeren
Blütezeit:
Mai bis Juni
Vorkommen:
typische Art der (etwas nährstoffreicheren) Bergwälder; sowohl in den Kammlagen als auch im unteren Bergland deutlich seltener
Bemerkungen:
giftig!
Ähnliche Arten:
Foto: Sina Klingner

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Fagus sylvatica
Familie:
Buchengewächse
Merkmale:
Bis 30 m hoher Laubbaum; Rinde glatt, grau, auch bei älteren Exemplaren kaum rissig; Höchstalter 300 Jahre; Äste meist steil aufrecht und an den Enden nur wenig überhängend; Blätter kurz gestielt, 5 - 10 cm lang und länglich-elliptisch; männliche Blüten in Büscheln, weibliche Blüten einzeln in einer vierklappigen Hülle eingeschlossen; Früchte: Bucheckern; Schattenbaumart
Blütezeit:
April bis Mai
Vorkommen:
: vor der Besiedlung häufigster Baum des Ost-Erzgebirges; konkurrenzkräftigste Baumart auf "mittleren" Standorten (vor allem keine Bodennässe, aber ausreichende Niederschläge), entsprechend Vorkommen von den unteren Berglagen bis zum höchsten Gipfel (Buch
Bemerkungen:
während Rotbuchen das Schwefeldioxid-Waldsterben der 70er bis 90er Jahre relativ gut überstanden haben, leiden sie heute ganz besonders an den hohen Ozon-Belastungen, die v.a. auf Autoabgase zurückgehen ("neuartige Waldschäden"). Die in Parkanlagen gepflanzten Blutbuchen und Hängebuchen sind Zuchtformen der heimischen Rotbuche.
Ähnliche Arten:
Hain-Buche (Weiß-Buche Carpinus betulus): nicht mit der Rot-Buche verwandt, sondern gehört zur Familie der Birkengewächse; glatte, graue Rinde mit auffälligen Längswülsten (Stammquerschnitt daher mit vielen Buchten); in nährstoffreicheren Laubwäldern des
Foto: Sina Klingner

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Silene dioica (Melandrium rubrum)
Familie:
Nelkengewächse
Merkmale:
Blüten: rot, zahlreich, männliche und weibliche getrennt); röhrenförmiger Kelch mit 5 tief zweilappigen Kronenblättern; zwei- oder mehrjährige, 30 - 80 cm hohe, drüsig behaarte Pflanze; Blätter 2 - 3 cm lang, sitzend, eiförmig zugespitzt
Blütezeit:
April bis September
Vorkommen:
bevorzugt in lichten Wäldern, in Staudenfluren und Gebüschen; häufig
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:

Petasites hybridus
Familie:
Korbblütengewächse
Merkmale:
Blüten: rötlich, Blütentrauben strecken sich im Verlaufe des Frühlings bis auf einen halben Meter Länge, Stiel mit Schuppenblättern; Blüten erscheinen vor den Blättern, die dann im Sommer aber bis 70 Zentimeter Durchmesser erreichen; Höhe der Pflanzen 15 - 100 cm, Blätter gestielt und rundlich, unterseits nur entlang der Nerven filzig
Blütezeit:
April bis Mai
Vorkommen:
sickernasse Ufersäume, lichte Gebüsche, Auenwälder, verbreitet vor allem in unteren Lagen, an den oberen Berglandsbächen seltener (dort kommt eher die Weiße Pestwurz vor)
Bemerkungen:
wurde in der Volksmedizin gegen innere Krankheiten angewandt, galt als Mittel gegen die Pest
Ähnliche Arten:
Foto: Konrad Knauthe

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Ranunculus ficaria
Familie:
Hahnenfußgewächse
Merkmale:
Blüte: goldgelb (später hellgelb) mit je 8 bis 11 (als Ausnahme unter den Hahnenfuß-Arten) Kronblättern; Blüten 2 bis 3 cm groß; mehrjährige, krautige Pflanze, 10 bis 30 cm; niederliegende bis aufsteigende, kahle Stängel; Laubblätter herz- bis nierenförmig, oft fettig-glänzend
Blütezeit:
April bis Mai
Vorkommen:
häufig in feuchten, naturnahen Laubwäldern, aber auch in Parkanlagen und auf schattigen Wiesen; vom Tiefland bis höhere Lagen des Erzgebirges
Bemerkungen:
Das Scharbockskraut kann sich auch über die zum Teil keulenförmig verdickten Wurzeln oder über Brutknöllchen in den Blattachseln vegetativ vermehren. Noch ungeöffnete Blütenknospen können als vitaminreicher, scharfer Zusatz zu Wildkrautsalaten verwendet werden - die übrige Pflanze ist jedoch giftig!
Ähnliche Arten:

Caltha palustris
Familie:
Hahnenfußgewächse
Merkmale:
Blüte: glänzend hell- bis dottergelb, bis 5 cm groß; 15 bis 40 cm; mit steifen, hohlen Stängeln und dunkelgrünen, herz- oder nierenförmigen Blättern; Blattränder gekerbt oder gezähnt; die bis 10 cm großen Grundblätter sind lang- ,die deutlich kleineren Stängelblätter sind kurz gestielt oder sitzend; nach dem Abblühen Ausbildung von sternförmig ausgebreiteten, bis 2,5 cm langen Früchten
Blütezeit:
April bis Mai
Vorkommen:
häufig an Bachufern, auf Nasswiesen und in Auwäldern
Bemerkungen:
Blütenknospen früher als Kapern-Ersatz genutzt, jedoch: Pflanze ist giftig!
Ähnliche Arten:

Trollius europaeus
Familie:
Hahnenfußgewächse
Merkmale:
Blüte: hell- bis goldgelb gefärbt, bis 3 cm breit mit kugelförmig angeordneten Blütenblättern; bis 60 cm; mit gestielten, handförmig geteilten und gesägten Grundblättern, Stängelblätter sitzend und meist aus nur 3 gesägten Einzelblättern bestehend; Früchte bis 1,5 cm lang und geschnäbelt
Blütezeit:
Mai bis Juli
Vorkommen:
"die" Bergwiesenblume; ursprünglich weit verbreitet in den Gebirgen Mitteleuropas, in vielen Gebieten aber im 20. Jahrhundert selten geworden oder völlig verschwunden; im Ost-Erzgebirge früher im gesamten östlichen Gebiet, heute außer am Geisingberg nur n
Bemerkungen:
Früher wurden Trollblumen von Kindern auf den Bergwiesen geerntet und als Bergblumensträuße auf den Bahnhöfen an Sommerfrischler verkauft; Intensivierung der Landwirtschaft einerseits und Aufgabe der Heunutzung andererseits haben Trollblumen selten werden lassen. Außerdem bereitet der saure Regen auch dieser basenliebenden Art Probleme.
Ähnliche Arten:
Foto: Simone Heinz

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Gagea lutea
Familie:
Liliengewächse
Merkmale:
Blüten: gelb, ein bis fünf Blüten je Pflanze; Zwiebelgewächs, 10 - 20 cm, Blätter bis 12 mm breit, linealisch, mit Kapuzenspitze, länger als der Blütenstand
Blütezeit:
April bis Mai
Vorkommen:
Auwälder, gewässernahe feuchte Wiesen, Parkanlagen, vom Hügelland bis in die oberen Berglagen
Bemerkungen:
wird oft übersehen, da im Frühjahr wenige warme Tage ausreichen, um die Blütenentwicklung abzuschließen (und das Laub sehr unauffällig ist)
Ähnliche Arten:
weitere Art: Wiesen-Goldstern (Gagea pratensis): Blätter linealisch und allmählich zugespitzt, ohne Kapuzenspitze; selten bis ins untere Bergland
Foto: Konrad Knauthe

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Oxalis acetosella
Familie:
Sauerkleegewächse
Merkmale:
Blüten: weiß oder rötlich geadert mit 5 Kronblättern; einzeln, an langen Stielen; 8 bis 15 cm hoch, meist wintergrün, ohne oberirdischen Stängel; alle Blätter grundständig, langgestielt, dreizählig kleeartig (Blätter können bei Trockenheit oder auch Berührung zusammengeklappt werden); Kapselfrucht, die die reifen Samen über 2 m weit schleudern kann
Blütezeit:
April bis Mai
Vorkommen:
Wälder aller Art, im gesamten sächsischen Berg- und Hügelland häufig, schattenertragend
Bemerkungen:
angenehm säuerlicher Bestandteil von Wildkrautsalaten, allerdings kann die enthaltene Oxalsäure in größeren Mengen vor allem für nierenkranke Menschen giftig wirken
Ähnliche Arten:
Aufrechter Sauerklee (Oxalis stricta): gelb blühend; häufiger Neophyt (ursprüngliche Heimat Nordamerika) in Gärten, auf Äckern und Ruderalflächen; sehr ähnlich der (noch) etwas seltenere, aus dem Mittelmeergebiet stammende Hornfrüchtige Sauerklee (Oxalis
Foto: Sina Klingner

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Trifolium repens
Familie:
Schmetterlingsblütengewächse
Merkmale:
Blüten: weiß oder hellrosa, in kugeligen Köpfchen, Blütenstiele noch länger als Blattstiele; 15 bis 45 cm hoch, mit kriechendem Stängel, an den Stängelknoten wurzelnd; langgestielte Kleeblätter mit feingezähnten eiförmigen Einzelblättchen;
Blütezeit:
Mai bis September
Vorkommen:
eine der häufigsten Pflanzenarten in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt, vor allem auf Weiden, Wegen und anderen oft betretenen Stellen
Bemerkungen:
Weißklee ist sehr trittfest und deshalb meistens Bestandteil von Zierrasen-Samenmischungen; wertvolle Futterpflanze in der Landwirtschaft und ebenso hochwertige Pollen- und Nektarpflanze für Bienen
Ähnliche Arten:
Schweden-Klee (Trifolium hybridum): sehr ähnliche Blüten, aber meist aufrecht wachsend, wesentlich kürzere Blüten- und auch Blattstiele; nährstoffreiche Fettwiesen und Ruderalflächen, seit 19. Jh. landwirtschaftlich angebaut
Foto: Simone Heinz

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Petasites albus
Familie:
Korbblütengewächse
Merkmale:
Blüten: weiß, in einer sich zur Fruchtreife stark streckenden Traube; 10 - 80 cm, mit unterirdischen Ausläufern; Blätter rundlich, unregelmäßig doppelt gesägt, am Ende der Blütezeit erscheinend, unterseits graufilzig, Blätter erreichen erst im Spätfrühling nach der Blütezeit ihre volle Größe (bis 40 cm Durchmesser)
Blütezeit:
März bis Mai
Vorkommen:
wechselfeuchte, sandige bis kiesige Flussufer, sickerfrische Waldstellen, Uferstaudenfluren vor allem im Bergland, an den Flüssen bis ins Tiefland herab
Bemerkungen:
Tee aus den Blättern wirkt krampflösend und beruhigend; Der Name "Pestwurz" geht auf das Mittelalter zurück, als man sich von verschiedenen Pflanzen Heilkraft gegen die Seuche erhoffte.
Ähnliche Arten:
Foto: Konrad Knauthe

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Campanula patula
Familie:
Glockenblumengewächse
Merkmale:
Blüten: hellblau bis rosalila, trichterförmig; 30 - 60 cm hoch, Blätter länglich-lanzettlich bis spatelförmig, Blütenstand locker verzweigt
Blütezeit:
Mai bis Juli
Vorkommen:
Mähwiesen, Gebüschränder, Ruderalstellen, häufig (jedoch aufgrund der intensiven Grünlandbewirtschaftung vielerorts im Rückgang)
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:
Foto: Sina Klingner

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Bistorta officinalis (Polygonum bistorta)
Familie:
Knöterichgewächse
Merkmale:
Blüten: rosa, 4 - 5 mm lang und in dichten, 2 - 7 cm langen walzenförmigen Scheinähren; 20 bis 100 cm; aufrechter, unverzweigter Stängel; Wurzel schlangenartig gewunden; Grundblätter oval bis länglich und bis 15 cm lang; Oberseite der Blätter dunkelgrün, Unterseite bläulichgrün; Nussfrüchte braun, scharf dreikantig
Blütezeit:
Mai bis Juni
Vorkommen:
weit verbreitet in feuchten Wiesen und Hochstaudenfluren; in Sachsen vorrangig in den höheren Lagen (z.B. Erzgebirge)
Bemerkungen:
Die wegen ihrer Blütenform auch als "Zahnbürste" bezeichnete Pflanze kann als Gemüse-, Salat- und als Heilpflanze gegen Hals-, Magen- und Darmkrankheiten genutzt werden. Zu den Knöterichen gehört auch der in vielen Gärten angebaute Rhabarber.
Ähnliche Arten:

Leucanthemum vulgare agg.
Familie:
Korbblütengewächse
Merkmale:
äußere Blüten (Zungenblüten) weiß, innere Blüten (Röhrenblüten) gelb; 20 - 80 cm, Blätter fiederlappig bis fiederspaltig, zum Grund verschmälert, unterste Blattzähne halbstängelumfassend
Blütezeit:
Mai bis Oktober
Vorkommen:
Mähwiesen, Ruderalstellen, verbreitet bis ins obere Bergland, basenliebend
Bemerkungen:
junge Blätter wurden als Salat verwendet; im übrigen galt die Pflanze als Wiesen-Unkraut (Ausbreitung durch Heumahd, jedoch geringer Futterwert)
Ähnliche Arten:
Foto: Konrad Knauthe

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Viola tricolor
Familie:
Veilchengewächse
Merkmale:
Blüten: mit 5 vorrangig violett, gelb oder weißlich gefärbten Kronblättern (die oberen zwei meist blauviolett, die unteren heller, das unterste mit Sporn: 10 bis 40 cm; Hauptblätter herz-eiförmig bis länglich, Nebenblätter klein und aus unterschiedlich großen Einzelblättern bestehend
Blütezeit:
April bis Oktober
Vorkommen:
vor allem auf Bergwiesen, Sand-Magerrasen, Äckern, Brachflächen und an Waldrändern; in Sachsen vor allem in Gebirgslagen (so auch im Ost-Erzgebirge) häufig
Bemerkungen:
Stiefmütterchentee wirkt blutreinigend und harntreibend
Ähnliche Arten:
Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis): kleinere, gelb und weiß gefärbte Blüten; häufig auf Äckern und Brachflächen
Foto: Sina Klingner

zu sehen:

Die Pflanzenbeschreibungen entstammen dem Naturführer Ost-Erzgebirge Band 1 Pflanzen und Tiere (2007 herausgegeben von der Grünen Liga Osterzgebirge e.V. )