Blüten im August

Blüten im August

Knautia arvensis
Familie:
Kardengewächse
Merkmale:
Blüten: violett; bis 80 cm hoch; Blätter matt graugrün, meist fiederschnittig geteilt mit linealischen Zipfeln; ganze Pflanze behaart
Blütezeit:
Juli bis August
Vorkommen:
Wiesen, besonnte Weg- und Waldränder, bis ins obere Bergland
Bemerkungen:
wurde in der Volksmedizin gegen Erkrankungen der Haut verwendet
Ähnliche Arten:
Foto: Simone Heinz

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Pteridium aquilinum
Familie:
Adlerfarngewächse
Merkmale:
bis 2 m hoher (im Erzgebirge jedoch kaum über 1,5 m) Farn mit stark verzweigten, weithin kriechendem Wurzelstock (Rhizom); Blattstiele bis 1 cm dick und auf der Unterseite rinnenförmig gefurcht; einzeln aus dem Boden aufsteigende, gewöhnlich sehr große Blätter ("Wedel", im Umriss dreieckförmig), derb, zwei- bis vierfach gefiedert und charakteristisch bogig überhängend, im Sommer hell- bis frischgrün, im Herbst erst gelb, dann bräunlich;
Blütezeit:
Juli bis September
Vorkommen:
fast weltweit verbreitet, bevorzugt in bodensauren Eichenwäldern, Kiefernforsten und auf basenarmen Kahlschlagflächen; im Erzgebirge auf tiefere und mittlere Lagen beschränkt; Adlerfarn zeigt häufig eine gewisse Wasserzügigkeit im Boden an
Bemerkungen:
Die Rhizome (unterirdische Sprossteile und deren Ausläufer) können sehr groß und alt werden (bis zu 50 m Länge und 1000 Jahre); alle Pflanzenteile gelten als giftig (werden jedoch in anderen Gegenden der Welt durchaus als Nahrung zubereitet)
Ähnliche Arten:
Foto: Christian Zänker

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Rubus fruticosus agg.
Familie:
Rosengewächse
Merkmale:
Sehr komplexe Gruppe von allein in Sachsen mehreren Dutzend (oft schwer zu unterscheidenden) Kleinarten. Niedrige Sträucher mit meist kriechenden oder gebogenen, bei manchen Arten aber auch bis zu 2 m hohen, aufrechten Stängeln; auch Form der Stacheln an den Stängeln sowie Blätter und Früchte je nach Kleinart sehr unterschiedlich; Blätter drei- bis fünfzählig gefiedert, oft wintergrün; Einzelblättchen eiförmig zugespitzt, gesägt, sitzend oder gestielt, Blattstiele meist stachlig; Blüten in lockeren Rispen, weiß oder rosa und 20 - 30 mm im Durchmesser; Früchte (Sammelfrucht aus 20 bis 50 Einzelfrüchten) erst rot, dann glänzend schwarz werdend
Blütezeit:
Mai bis September
Vorkommen:
je nach Art sehr unterschiedlich, überwiegend aber lichte Wälder und Waldrandbereiche mit nährstoffreichen Böden; einige Arten bis ins obere Bergland häufig, viele weitere aber nur in wärmebegünstigten Lagen des Hügellandes.
Bemerkungen:
in mehreren Hundert Kleinarten fast auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde verbreitet; davon mehrere Arten auch im Ost-Erzgebirge häufig (z. B. die liegende Art Rubus pedemontanus und die sich durch große, sehr gut schmeckende Früchte auszeichnende Art Rubus plicatus), andere nur örtlich auftretend. Die Beeren sind vielseitig in der Küche verwendbar. Aus den Blättern kann ein Tee zubereitet werden, der blutreinigend und als Mittel gegen Durchfall wirkt.
Ähnliche Arten:
Foto: Christian Zänker

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Galeopsis speciosa
Familie:
Lippenblütengewächse
Merkmale:
Blüten: hellgelb mit violetter Unterlippe (durch die leuchtend-bunten Blüten schon von weitem auffallend), Kelchzähne stechend; einjährige Pflanze; 50 - 100 cm; Blätter gegenständig, eiförmig bis breit lanzettlich
Blütezeit:
Juni bis Oktober
Vorkommen:
feuchte Weg- und Waldränder, brachliegende Feuchtwiesen; Ruderalstellen, gelegentlich auch (feuchte) Laubwälder; häufig bis ins obere Bergland
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:

Impatiens noli-tangere
Familie:
Balsaminengewächse
Merkmale:
Blüten: gelb (innen rot punktiert), mit Sporn, einzeln oder bis zu vier Blüten in den Blattachseln an abwärts gebogenen Stielen; 30 bis 80 cm hoch, einjährig; längliche, eiförmige, grob gezähnte Blätter; Frucht 2 – 3 cm lang, keulenförmig, reife Früchte platzen bei Berührung auf und schleudern die Samen bis zu mehrere Meter weit
Blütezeit:
Juni bis September
Vorkommen:
weit verbreitet in Laub- und Mischwäldern auf nährstoffreichen, feuchten bis nassen Böden; beschattete Quellmulden und Bachufer
Bemerkungen:
Interessant ist der lateinische Name (impatiens = ungeduldig; noli-tangere = rühre mich nicht an)
Ähnliche Arten:
Kleinbütiges Springkraut (Impatiens parviflora): etwas kleiner und mit hellgelber Blütenfarbe, im 19. Jh. aus dem Berliner Botanischen Garten verwildert und heute fast in ganz Mitteleuropa verwildert, auch auf etwas trockeneren (vor allem lehmigen) Böden
Foto: Sina Klingner

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Alchemilla vulgaris agg.
Familie:
Rosengewächse
Merkmale:
Blüten: hellgrün bis gelb, sehr klein; 5 bis 40 cm, Blätter rundlich ("mantelartig"), in 7 bis 11 einzelne Abschnitte ("Lappen") geteilt, welche am Blattstiel fast dreieckförmig, am Blattrand halbkreisförmig sind, Ränder gezähnt
Blütezeit:
Mai bis September
Vorkommen:
Wiesen, Weiden, Ruderalstellen und Staudenfluren; Verbreitung der einzelnen Unterarten verschieden, aber alle im Berg- und Hügelland häufiger als im Tiefland
Bemerkungen:
Die Artengruppe Alchemilla vulgaris agg. besteht aus einzelnen, sehr ähnlichen, sich durch Apomixis (Samenbildung ohne Befruchtung) fortpflanzenden Unterarten, die nur mit Hilfe weiter führender Literatur genau bestimmt werden können; Frauenmantel gilt seit altersher als Heilpflanze gegen Frauenkrankheiten; Alchemisten (lateinischer Name!) hingegen sollen sich von den glitzernden Tautropfen, die sich an kühlfeuchten Morgen auf den Blättern finden, anregen lassen haben, mit der Pflanze zu experimentieren
Ähnliche Arten:
Foto: Sina Klingner

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Euphrasia officinalis agg.
Familie:
Braunwurzgewächse
Merkmale:
Blüten: weiß, mitunter leicht violett, mit gelbem Schlundfleck; einjährig, bis 45 cm hoch, Blätter eiförmig, gezähnt, obere Blätter mit langer Spitze
Blütezeit:
Mai bis Oktober
Vorkommen:
nicht zu trockene, kurzrasige Wiesen und Weiden, stark gefährdete Art
Bemerkungen:
vielgestaltige Art mit mehreren schwer unterscheidbaren Unterarten. Wurzel-Halbschmarotzer.
Ähnliche Arten:
Foto: Simone Heinz

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Lotus corniculatus
Familie:
Schmetterlingsblütengewächse
Merkmale:
Blüten: gelb (außen manchmal rötlich), in doldenähnlichen, gestielten Köpfen mit 3 bis 8 ca. 15 mm langen Einzelblüten und drei kleinen Hochblättern; 5 - 40 cm hoch, mit aufsteigendem oder niederliegendem, kantigem Stängel (innen nicht hohl - Unterschied zum Sumpf-Hornklee); Blätter aus fünf Blättchen zusammengesetzt, davon obere drei Blättchen kurz gestielt, unteres Paar direkt am Stängel
Blütezeit:
Mai bis September
Vorkommen:
auf mäßig trockenen Wiesen und Weiden, trockenen Ruderalfluren und an Wegrändern; vom sächsischen Tiefland bis in die oberen Lagen des Erzgebirges
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:
Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus, Lotus uliginosus): dem Gemeinen Hornklee sehr ähnlich, aber meist aufrecht wachsend, mehr oder weniger stark behaart, hohler Stängel und breitere, oft bläulichgrüne Blätter; häufig in Nasswiesen, Quellsümpfen und an Tei
Foto: Sina Klingner

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Polygala vulgaris
Familie:
Kreuzblümchengewächse
Merkmale:
Blüten: meist blau, mitunter auch weiß oder rosa, 6 - 8 mm lang; Blütenstand mit 10 bis 30 Blüten; niedrigwüchsig (max 25 cm), oft grün überwinternd; Blätter bis 1 cm lang, lanzettlich, vorn zugespitzt
Blütezeit:
Mai bis August
Vorkommen:
Magerrasen, Flachmoore, Borstgrasrasen; im mittleren und oberen Bergland auf mageren Bergwiesen noch gelegentlich anzutreffen, ansonsten inzwischen ziemlich selten und weiter im Rückgang
Bemerkungen:
in der Roten Liste Sachsens als gefährdet aufgeführt; früher angeblich gesammelt und an Kühe verfüttert in dem Glauben, dies erhöhe die Milchleistung
Ähnliche Arten:
Foto: Henriette Schmidt

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Astrantia major
Familie:
Doldengewächse
Merkmale:
Blüten: rötlichweiß, unscheinbar in einfachen Dolden mit zahlreichen großen Hüllblättern, die etwa doppelt so lang wie die darüber angeordneten Doldenstrahlen sind (deshalb nicht sofort als Doldenblütler erkennbar); 30 bis 100 m hoch; Stängel wenig beblättert, meist nur an der Spitze verzweigt; Grundblätter lang gestielt, meist fünfteilig (handförmig)
Blütezeit:
Juni bis August
Vorkommen:
feuchte, schattige Bergwiesen und Waldränder, lichte Gebüsche, vorzugsweise auf kalkhaltigen Böden; nur im östliche Teil des Ost-Erzgebirges
Bemerkungen:
in Sachsen sehr selten geworden und deshalb geschützt
Ähnliche Arten:
Weitere Art: Sanikel (Sanicula europaea): maximal 50 cm groß, Blüten von wesentlich kleineren Hüllblättern umgeben, alle Blätter in grundständiger Rosette angeordnet (diese auch fünfteilig aber mit deutlich breiteren Einzelblättern); recht selten in Lau
Foto: Simone Heinz

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Calluna vulgaris
Familie:
Heidekrautgewächse
Merkmale:
Blüten: blass violett bis rosa, klein; 30 bis 60 cm hoher, immergrüner Zwergstrauch; Blätter linealisch bis nadelförmig, dachziegelartig übereinander
Blütezeit:
August bis September
Vorkommen:
in Heidegebieten, Borstgras- und Sandmagerrasen, an Felskanten und in lichten Nadelwäldern auf sauren Sand- und Moorböden
Bemerkungen:
Das Heidekraut prägt viele saure und arme Heidelandschaften. Auch die Sandsteinflächen im Ost-Erzgebirge - heute mit Kiefern- und Fichtenforsten bestockt - waren nach jahrhundertelanger (Über-)Nutzung solche offenen Heidegebiete ("Dippoldiswalder Heide", "Hirschbachheide", "Höckendorfer Heide" usw.).
Ähnliche Arten:
Foto: Sina Klingner

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Ajuga reptans
Familie:
Lippenblütengewächse
Merkmale:
Blüten: kräftig blau, besonders im Frühling sehr auffällig; bis 30 cm hoch, mit kreuzgegenständigen Blättern (von unten nach oben kleiner werdend); oberirdische Ausläufer
Blütezeit:
April bis August
Vorkommen:
feuchte Wiesen, Gebüsche, Wegränder, Grabenränder, fast überall häufig
Bemerkungen:
Eine Form mit roten Blättern wird als Zierpflanze gezogen
Ähnliche Arten:
weitere Art: Heide-Günsel (Ajuga genevensis): stark behaart, keine oberirdischen Ausläufer, wärmeliebend, nur in den unteren Berglagen und auch dort nicht häufig
Foto: Nils Kochan

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Echium vulgare
Familie:
Boretschgewächse
Merkmale:
Blüten: blau (anfangs rosarot); bis ein Meter hoch; Blätter lanzettlich, ungeteilt, wie auch der Stängel mit vielen Borsten; sehr lange ungeteilte Pfahlwurzel; Pflanze bildet im ersten Jahr eine Rosette
Blütezeit:
Mai bis Oktober
Vorkommen:
an Wegrändern und anderen Ruderalstellen, häufig, im oberen Bergland seltener
Bemerkungen:
giftig für Tiere (wird vom Weidevieh verschmäht); der langen Blütezeit wegen als Bienenweide geschätzt.
Ähnliche Arten:
Foto: Sina Klingner

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Tanacetum vulgare
Familie:
Korbblütengewächse
Merkmale:
Blüten: gelb, im Gegensatz zu den meisten Korbblütlern keine Zungenblüten (kein äußerer Blütenkranz), Blütenstand: eine Schirmrispe (die Einzel-Blütenstände sind so gestielt, dass sie einen "Schirm" ergeben); 60 - 120 cm; gefiederte Blätter; Stängel hart, fast holzig
Blütezeit:
Juni bis September
Vorkommen:
Ruderalstellen, Wegränder, spät gemähte oder brachliegende Wiesen, häufig bis in die Kammlagen
Bemerkungen:
Pflanze riecht stark aromatisch, wurde früher teilweise anstelle von Hopfen dem Bier zugesetzt und in der Volksmedizin gegen innere Erkrankungen angewendet (heute wird davon dringend abgeraten) Giftig!
Ähnliche Arten:
weitere Art: Mutterkraut (Tanacetum parthenium): hellgrüne Blätter, im Gegensatz zum Rainfarn weiße Zungenblüten, verströmt einen intensiven Geruch ( „Käseblume“); alte Zier- und Arzneipflanze, vor allem auf dörflichen Ruderalflächen
Foto: Sina Klingner

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Silene dioica (Melandrium rubrum)
Familie:
Nelkengewächse
Merkmale:
Blüten: rot, zahlreich, männliche und weibliche getrennt); röhrenförmiger Kelch mit 5 tief zweilappigen Kronenblättern; zwei- oder mehrjährige, 30 - 80 cm hohe, drüsig behaarte Pflanze; Blätter 2 - 3 cm lang, sitzend, eiförmig zugespitzt
Blütezeit:
April bis September
Vorkommen:
bevorzugt in lichten Wäldern, in Staudenfluren und Gebüschen; häufig
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:

Digitalis purpurea
Familie:
Braunwurzgewächse
Merkmale:
Blüten: purpurrot oder weiß; Pflanze zweijährig, 1. Jahr Rosette eiförmiger bis länglich eiförmiger Blätter, 2. Jahr bis 1,50 m hoher Stängel mit langer Blütentraube
Blütezeit:
Juni bis August
Vorkommen:
Wälder, Gebüsche, Wald-, Wegränder, vor allem im Bergland verbreitet
Bemerkungen:
Die ganze Pflanze ist stark giftig und wurde früher medizinisch zur Bereitung von Herzmitteln genutzt, war aber aufgrund des stark schwankenden Wirkstoffgehaltes sehr bedenklich in der Anwendung. Die ursprünglich im westlichen Mitteleuropa beheimatete Art wurde im 19. Jahrhundert an verschiedenen Stellen in Sachsen ausgesät und von dort weiterverbreitet. Wegen ihrer Attraktivität wird sie in Gärten oft als Zierpflanze gezogen und verwildert von dort leicht.
Ähnliche Arten:
weitere Art: Großblütiger Fingerhut (Digitalis grandiflora): gelbe Blüten, wärmeliebend, selten in den Laubwäldern des unteren Berglandes, gefährdete Art
Foto: Sina Klingner

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Drosera rotundifolia
Familie:
Sonnentaugewächse
Merkmale:
Blüten: weiß mit 5 Kronblättern und fünfspaltigem, glockig geformtem Kelch; 5 - 20 cm hoch, rosettenartig am Boden anliegend, Blätter kreisrund und mit zahlreichen braunroten beweglichen Drüsenhaaren ("Tentakeln"), die eine klebrige Flüssigkeit abscheiden, an der kleine Insekten haften bleiben und verdaut werden
Blütezeit:
Juli bis August
Vorkommen:
auf Hoch- bzw. Zwischenmoore angewiesen, fast überall selten geworden und weiter im Rückgang (deutschlandweit gefährdet, in Sachsen stark gefährdet); im Ost-Erzgebirge nur im östlichen Teil noch vereinzelt vorhanden
Bemerkungen:
Durch das Anlocken, Festhalten und Verdauen von kleinen Insekten gleichen "fleischfressende Pflanzen" den Nährstoffmangel der Hochmoorböden aus - den Beweis der sogenannten Karnivorie, die nach der damals vorherrschenden Meinung nicht der gottgegebenen Ordnung entspräche, erbrachte Charles Darwin 1875 nach langen Versuchen mit Rundblättrigem Sonnentau. Geschützte Art!
Ähnliche Arten:
Foto: Sina Klingner

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Trifolium repens
Familie:
Schmetterlingsblütengewächse
Merkmale:
Blüten: weiß oder hellrosa, in kugeligen Köpfchen, Blütenstiele noch länger als Blattstiele; 15 bis 45 cm hoch, mit kriechendem Stängel, an den Stängelknoten wurzelnd; langgestielte Kleeblätter mit feingezähnten eiförmigen Einzelblättchen;
Blütezeit:
Mai bis September
Vorkommen:
eine der häufigsten Pflanzenarten in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt, vor allem auf Weiden, Wegen und anderen oft betretenen Stellen
Bemerkungen:
Weißklee ist sehr trittfest und deshalb meistens Bestandteil von Zierrasen-Samenmischungen; wertvolle Futterpflanze in der Landwirtschaft und ebenso hochwertige Pollen- und Nektarpflanze für Bienen
Ähnliche Arten:
Schweden-Klee (Trifolium hybridum): sehr ähnliche Blüten, aber meist aufrecht wachsend, wesentlich kürzere Blüten- und auch Blattstiele; nährstoffreiche Fettwiesen und Ruderalflächen, seit 19. Jh. landwirtschaftlich angebaut
Foto: Simone Heinz

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Centaurea jacea
Familie:
Korbblütengewächse
Merkmale:
Blütenköpfe: rosa bis lila mit schwärzlichen zerschlitzten Hüllblättern, einzeln; 10 - 60 cm, Blätter eiförmig bis lanzettlich, Stängel verzweigt
Blütezeit:
Juni bis Oktober
Vorkommen:
Mäh-Wiesen, Halbtrockenrasen, Ruderalstellen, Hügelland und unteres Bergland
Bemerkungen:
Ähnliche Arten:
weitere Arten: Berg-Flockenblume (Centaurea montana): blaue Blüten, aus den Alpen stammende Zierpflanze, die aus Gärten heraus leicht verwildert. Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa): gefiederte Blätter, Blüten purpurn; dringt im Einzugsbereich de
Foto: Simone Heinz

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Leucanthemum vulgare agg.
Familie:
Korbblütengewächse
Merkmale:
äußere Blüten (Zungenblüten) weiß, innere Blüten (Röhrenblüten) gelb; 20 - 80 cm, Blätter fiederlappig bis fiederspaltig, zum Grund verschmälert, unterste Blattzähne halbstängelumfassend
Blütezeit:
Mai bis Oktober
Vorkommen:
Mähwiesen, Ruderalstellen, verbreitet bis ins obere Bergland, basenliebend
Bemerkungen:
junge Blätter wurden als Salat verwendet; im übrigen galt die Pflanze als Wiesen-Unkraut (Ausbreitung durch Heumahd, jedoch geringer Futterwert)
Ähnliche Arten:
Foto: Konrad Knauthe

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Viola tricolor
Familie:
Veilchengewächse
Merkmale:
Blüten: mit 5 vorrangig violett, gelb oder weißlich gefärbten Kronblättern (die oberen zwei meist blauviolett, die unteren heller, das unterste mit Sporn: 10 bis 40 cm; Hauptblätter herz-eiförmig bis länglich, Nebenblätter klein und aus unterschiedlich großen Einzelblättern bestehend
Blütezeit:
April bis Oktober
Vorkommen:
vor allem auf Bergwiesen, Sand-Magerrasen, Äckern, Brachflächen und an Waldrändern; in Sachsen vor allem in Gebirgslagen (so auch im Ost-Erzgebirge) häufig
Bemerkungen:
Stiefmütterchentee wirkt blutreinigend und harntreibend
Ähnliche Arten:
Acker-Stiefmütterchen (Viola arvensis): kleinere, gelb und weiß gefärbte Blüten; häufig auf Äckern und Brachflächen
Foto: Sina Klingner

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Die Pflanzenbeschreibungen entstammen dem Naturführer Ost-Erzgebirge Band 1 Pflanzen und Tiere (2007 herausgegeben von der Grünen Liga Osterzgebirge e.V. )